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Wohnschutz in Zürich: Bis zu 500 Millionen weniger Investitionen pro Jahr

  • 31 minutes ago
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Unser Zürcher Pendant informiert: Eine neue Studie von Swiss Economics zeigt, welche Folgen strengere Wohnschutzregeln im Kanton Zürich haben könnten.



Im Auftrag von Fürschi Züri hat Marco Salvi von Swiss Economics untersucht, welche Auswirkungen Wohnschutzinstrumente auf Wohnangebot, Investitionen, Preise und Mieten haben – aus ökonomischer Sicht und gestützt auf Erfahrungen aus anderen Kantonen.

 

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:

 

  • Wohnschutz bremst Investitionen. Strenge Regulierungen machen Sanierungen und Ersatzneubauten unattraktiver und erhöhen die Unsicherheiten für Investoren. Die Regulierung wirkt damit wie eine implizite Investitionssteuer.



    In Genf gingen die Neubauinvestitionen um schätzungsweise 600 Millionen Franken zurück.

 

  • Der Wohnungsbestand veraltet. Wenn Projekte verzögert oder nicht umgesetzt werden, bleiben notwendige Erneuerungen aus. Der Gebäudebestand altert und die Wohnungen verlieren schrittweise an Qualität. 



    In Genf wurden über 80 Prozent aller Gebäude, die älter als 40 Jahre sind, noch nie umfassend modernisiert.

 

  • Grosse Differenz zwischen Bestands- und Angebotsmieten. Strenge Regulierungen treiben die Bestands- und Angebotsmieten immer weiter auseinander und führen zu einem sogenannten Rent Gap. 



    Im Vergleich mit anderen Schweizer Städten ist der «Rent Gap» im stark regulierten Genf mit 53 Prozent am ausgeprägtesten.

 

  • Erschwerte Wohnungssuche für Junge, Familien und Zuziehende. Bei wachsendem «Rent Gap» steigen die Opportunitätskosten eines Umzugs (sog. Lock-in-Effekt). Viele Menschen bleiben in Wohnungen, die eigentlich zu gross sind, während junge Menschen, Familien oder Zuziehende nur schwer eine passende Wohnung finden.



    In Genf konsumieren Mieterinnen und Mieter aufgrund des Lock-in-Effekts bis zu zwei Zimmer mehr, als sie eigentlich bräuchten.

 

Welche Konsequenzen hätte eine Wohnschutz-Regulierung im Kanton Zürich? Wenn der Kanton Zürich flächendeckend das Genfer Regime und den Basler Wohnschutz übernehmen würde, nähmen die Unsicherheiten für Investoren zu. Gleichzeitig würden Sanierungen und Ersatzneubauten deutlich an Attraktivität verlieren.

 

Grosse Eingriffe wie Totalsanierungen oder Ersatzneubauten würden häufiger unrentabel. Statt umfassender Erneuerungen wäre in Zürich vermehrt mit kleinteiligen, weniger effizienten Massnahmen zum Erhalt des Bestands zu rechnen. Gleichzeitig würden Ersatzneubauten seltener – und die Abbruch- und Erneuerungsdynamik insgesamt abnehmen.

 

Quantitativ schätzt Marco Salvi die Folgen einer Einführung bzw. Verschärfung der Restriktionen auf einen jährlichen Rückgang der Investitionen um 500 Millionen Franken.

 

 
 
 

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